Methoden der privatärztlichen |
Die Suche nach den Ursachen einer chronischen Krankheit benötigt meist keine aufwändigen apparativen Untersuchungsverfahren. Zur Aufnahme eines neuen Patienten benötige ich zwischen einer und drei Stunden Zeit. Etwa die Hälfte der Zeit ist der Patient in meinem Sprechzimmer anwesend, die übrige Zeit ist der Auswertung der Daten und der Ausarbeitung eines differenzierten Behandlungsplanes gewidmet.
Ich wende ganz unspektakulär die folgenden Untersuchungsmodule an: umfassende Anamnese, gründliche Untersuchung des ganzen Körpers, Auswertung der Vorbefunde, eventuell auch eine ergänzende Labordiagnostik, Auswertung der Röntgenaufnahme des Gebisses unter Berücksichtigung der Reflexzonen und Störfeldaspekte, eventuell auch einen energetischen Biotensortest für einzelne Fragestellungen, die mit den vorgenannten Untersuchungsverfahren nicht beantwortet werden können. Das Wichtigste ist, diese so erhobenen Daten vor dem Hintergrund langjähriger ganzheitsmedizinisch-ärztlicher Erfahrung auszuwerten und zu interpretieren. Mit dem Ergebnis kann ich das entwickeln, was für die Behandlung einer verworrenen Krankheit nötig ist, nämlich eine strukturierte Therapiestrategie, die für den Patienten durchsichtig und nachvollziehbar ist.
Ich halte nichts (mehr) von den vielen heute modern gewordenen und vom Patienten teuer zu bezahlenden Diagnose- und Testautomaten, die zwar umfangreiche und den Laien beeindruckende farbige Computergrafiken ausdrucken, aber oft mehr Fragen aufwerfen als beantworten, und dies, ohne dass dem Patienten damit wirklich geholfen wäre. Wichtig ist stattdessen, dem Patienten eine geordnete therapeutische Handlungsanweisung zu geben und auch verständlich darzulegen, was in den Lebens- und Ernährungsbedingungen oder sonstigen Gewohnheiten geändert werden muss, damit die medizinischen Behandlungen und die Medikation erfolgreich sein können.
Der erste Termin dauert in der Regel ca. 45 bis 180 Minuten, wie lange konkret, das hängt sehr von der Problematik des Patienten und der Krankheitserscheinungen ab. Diese Zeit ist für Sie am Aufnahmetag reserviert. Alles, was ich Ihnen bislang geschildert habe, geschieht am Aufnahmetag sofort, sodass Sie dann eine konkrete Empfehlung von mir erhalten. Sie haben dann die Möglichkeit, Behandlungstermine zu vereinbaren, die rasch beginnen können – je nach Ihrer Entscheidung.
Dieser Termin, den Sie angeboten bekommen, dient einer ersten Untersuchung und Beratung. Dabei werden Sie von mir intensiv befragt, ich schaue die mitgebrachten Befunde durch und untersuche Sie körperlich. Dann erkläre ich Ihnen meine Sichtweise Ihres Problems und die daraus abgeleitete Behandlungsempfehlung und beantworte Ihre Fragen. Gerne erfolgt dies alles auch in Gegenwart eines Angehörigen. Sie können dann ein Angebot für eine Therapiestrategie erhalten. Natürlich erfahren Sie dann auch, wie oft Sie kommen sollten, wenn wir beide – Sie und ich – dies für erforderlich halten. Außerdem erhalten Sie Informationen zu den Kosten für die Umsetzung dieser Behandlung.
Bitte bringen Sie zum ersten Termin folgendes mit: evtl. vorliegende Laborbefunde, Facharztbefunde, Krankenhausberichte und eine Röntgen-Zahnpanoramaaufnahme. Wenn Sie vor dem Termin nicht alle Unterlagen beisammen haben, ist das nicht schlimm. Sie können das, was ich dann tatsächlich brauche, auch nachreichen. Ich werde Ihnen ohnehin beim ersten Termin das eine oder andere noch in Auftrag geben. Unter anderem werden Sie auch einige Fragebögen erhalten, die Sie nach dem Termin zuhause ausfüllen und mir zusenden sollten.
Sehr wichtig ist mir, dass die Behandlung in allen Aspekten transparent ist, d. h., dem Patienten wird so weit wie möglich vermittelt, wie die einzelnen Behandlungsschritte wirken, und es muss eine überschaubare Behandlungsdauer und Sitzungsfrequenz und -anzahl festgelegt werden. Die Kriterien, nach denen der Behandlungserfolg beurteilt werden kann, werden definiert, sodass eine zwischen Arzt und Patient abgestimmte Überprüfung der Wirkung der Behandlung möglich ist. Ebenso wichtig ist, verständlich darzulegen, was in den Lebens- und Ernährungsbedingungen oder sonstigen Gewohnheiten geändert werden muss, damit die medizinischen Behandlungen und die Medikation erfolgreich sein können. Genannt werden dabei auch Selbstbehandlungstechniken, mit denen der Patient die Behandlung unterstützen und beschleunigen und damit auch Kosten einsparen kann.
Dafür und zusätzlich zum besseren Verständnis des Therapieprinzips und -verlaufes händige ich meinen Patienten erläuternde „Merkblätter“ aus, damit alle Empfehlungen nicht nur ein Mal im Gespräch mit dem Arzt gehört, sondern zuhause auch nachgelesen werden können.
Welche konkreten Techniken im Einzelfall tatsächlich erforderlich sind, in welcher Kombination und Reihenfolge, das kann erst in der Aufnahmeuntersuchung entschieden werden. Eine ganzheitsmedizinische Behandlungsweise unterscheidet sich von medizinischen Standardbehandlungen eben dadurch, dass sie keinem Schema folgt, sondern ganz individuell auf jeden betroffenen Menschen mit seinen Besonderheiten zugeschnitten ist.
So wie die Krankheit in den meisten Fällen durch viele verschiedene Ursachenkomponenten gleichzeitig bedingt ist, so muss auch das Behandlungskonzept modular aufgebaut sein, das heißt auf die verschiedenen Faktoren hin orientiert werden. Trotzdem wird aber nicht jeder Ursachenaspekt mit einer darauf zugeschnittenen Behandlungstechnik separat angegangen, vielmehr löst sich die Dynamik mehrerer Belastungspunkte oft gleichzeitig auf, wenn die Therapie-Impulse richtig gesteuert werden. Das eben ist das Wesen ganzheitsmedizinischer Vorgehensweise. Es gibt kein Lehrbuch oder Verzeichnis, in dem nachzulesen wäre, wann man welche Technik wie anwendet; die Entscheidungen über die Details entspringen eben einer besonderen Mischung aus Kognition, Empirie und Intuition, das heißt aus dem Zusammenspiel dessen, was der Therapeut gelernt hat und weiß, den langjährigen Praxiserfahrungen und dem Gespür für das Wichtige und den richtigen Zeitpunkt dafür.
Oft fragen mich auswärtige Ratsuchende: „Können Sie mir eine Adresse geben, damit ich in meiner Umgebung jemand finde, der so behandelt wie Sie?“ So wenig man einen Pianisten in Hamburg fragen kann, welcher Pianist in München genauso spielt wie er, so wenig kann es ein Adressenverzeichnis für ganzheitsmedizinische Therapeuten geben. Das ist der Grund, warum diese Frage schulterzuckend offen bleibt. Erst die Kombination aus Wissen, Erfahrung und Gefühl macht es, dass das Werk gelingt, bei einem ganzheitsmedizinischen Therapeuten ebenso wie bei einem virtuosen Musiker. Insofern kann man ganzheitsmedizinisches Behandeln tatsächlich mit Musizieren vergleichen: Ein Geigenspieler braucht einerseits langjährigen Unterricht in der Technik des Geigenspiels und der Interpretation, andererseits ist aber die Lust an der Musik, das Gespür für die Stimmung und das Herz beim Spielen unabdingbar für ein gutes Konzert. Natürlich kann man einen Musiker fragen, mit welchem Instrument er spielt und über welches Repertoire er verfügt. Und auch ich als ganzheitsmedizinischer Arzt kann benennen, mit welchen Behandlungstechniken ich üblicherweise arbeite, das heißt über welche Spannbreite an Techniken, Wissen und Erfahrung ich verfüge, aus welchem Repertoire ich also schöpfe, wenn ich vor einem schwierigen Krankheitsproblem stehe, das andernorts bislang nicht gelöst werden konnte. Aber die konkrete Umsetzung der Technik und die Kombination der Methoden sind von Mensch zu Mensch verschieden, denn ganzheitliche Medizin ist immer eine auf das Individuum zugeschnittene und kann deshalb nicht standardisiert und von Arzt zu Arzt katalogisiert übertragen werden. Andere ganzheitsmedizinische Ärzte arbeiten anders, und das passt für sie und ihren Behandlungserfolg ebenso wie meine Art für die in meiner Praxis Behandelten richtig ist.
Privatärztliche Praxis von Gladiß
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